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Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz zeichnet drei HBK Meisterschüler mit Stipendien aus

Am 5. Juli, zur Eröffnung des Rundgangs an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK), verkündete Tobias Henkel, Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) die drei ausgewählten Preisträger der Meisterschülerstipendien 2017. Marlene Bart, Serena Ferrario und André Sassenroth erhalten jeweils 4.000 Euro für ein künstlerisches Projekt sowie die Gelegenheit ihre Arbeitsergebnisse in einer Gruppenausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg zu präsentieren.

Auslotung der Preisträger

Die Jury zur Vergabe der Stipendien, die sich aus einem Vertreter der Stiftung, der Hochschule, der Städtischen Galerie Wolfsburg und einem weiteren Kunstexperten zusammensetzt, bestand in diesem Jahr aus Tobias Henkel (Direktor der SBK), Prof. Andreas Bee (HBK), Prof. Dr. Susanne Pfleger (Direktorin Städtische Galerie Wolfsburg) und Dr. Tilman Treusch (Galerie Kornfeld/ Berlin).

Jurysichtung für die Meisterschülerstipendien 2017

Die Jury zur Auslotung der Meisterschülerstipendiaten betrachtet die Arbeiten der Nominierten in der Städtischen Galerie Wolfsburg © Andreas Greiner-Napp


Im Vorfeld wählte eine Nominierungskommission, bestehend aus Vertretern der HBK, der Städtischen Galerie Wolfsburg und der SBK, im Rahmen eines Wettbewerbs, auf den sich alle 28 Meisterschüler des aktuellen Jahrgangs bewerben konnten, acht vielversprechende künstlerische Positionen aus. In der Ausstellung „Upcoming Empires“ in der Städtischen Galerie Wolfsburg zeigen diese nominierten Meisterschüler aktuelle Werke, die gleichzeitig der Jury als Entscheidungskriterium zur Stipendienvergabe dienten.
Die SBK stellte wie auch in den Vorjahren 12.000 Euro für zwei bis drei Arbeits-Stipendien zur Verfügung.

Die Begründungen für die Entscheidung der Jury lauten wie folgt:

Serena Ferrario

 

Die Künstlerin konnte die Jury mit ihren feinfühligen Filmen von Menschen und Menschengruppen in ihren spezifischen Lebensverhältnissen und ihren räumlich stimmigen Präsentation für sich gewinnen. Die Vielzahl der eingesetzten Medien sowie die unterschiedlichen angesprochenen Sinneseindrücke - Sehen, Hören, Fühlen - haben die Jury überzeugt. Der subjektive Blick der Künstlerin, eröffnet den Betrachtern assoziative Räume, die vielleicht politisch, immer aber von subjektiver Anteilnahme geprägt sind.

Marlene Bart

 

Sie arbeitet an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst und überzeugte die Jury mit ihrer technischen Versiertheit. Ihre Virtuosität im Umgang mit Materialien bildet den Ausgangspunkt für Werke von hoher sinnlicher Qualität. Dies gilt sowohl für ihre Radierungen und Cyanotypien, wie auch für ihre Installationen, die wie eine Kreuzung aus Wunderkammer und lexikalischem Bildarchiv anmuten und in die der Betrachter staunend eintauchen kann.

André Sassenroth

 

Die Jury sieht André Sassenroth als Künstler der formal, ästhetisch und sozial außerordentlich anregende Werke und Situationen schaffen kann. Als Kurator des fahrbaren Galerieraums genannt "Antire Gallery“, stellt er Künstler verschiedener Sparten an unterschiedlichen Plätzen einem wechselnden Publikum vor. Dieser partizipative Charakter und Austauschgedanke in einer Zeit stetig neuer Rekordpreise für die Werke nahezu ausnahmslos männlicher Künstlergenies ist ein Ansatz, der ein vielleicht romantisches Miteinander an die Stelle von egozentrischem Subjektivismus setzt und die Jury für mehr als begrüßenswert hält.

Hinweis

Die aktuelle Meisterschülerausstellung mit Arbeiten der Stipendiaten läuft noch bis zum 27. August in der Städtischen Galerie, Schlossstraße 8 in Wolfsburg.

Freigegebenes Pressebild

 
Die Meisterschülerstipendiaten 2017: Serena Ferrario, André Sassenroth und Marlene Bart

vergrößern Prof. Dr. Susanne Pfleger (Direktorin der Städtischen Galerie Wolfsburg), die Meisterschülerstipendiaten 2017 Serena Ferrario, André Sassenroth und Marlene Bart, Tobias Henkel (Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) (von links) © HBK Bildredaktion, Frank Sperling


Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien, Clarissa Leu