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Drei Diplomand*innen der Freien Kunst erhalten Stipendien der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Im Rahmen der Rundgangeröffnung am gestrigen Abend hat die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) ihr Stipendium an Diplomand*innen der Freien Kunst vergeben. Die stellvertretende Direktorin Brunhilde Frye-Grunwald und Fabian Bruns, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SBK, übergaben die Auszeichnungen an One-Seok Choi (Klasse Prof. Corinna Schnitt), Sophia Lökenhoff (Julia Steiner, Verwalterin der Professur Fachklasse Zeichnen) und Miriam Laage (Klasse Prof. Raimund Kummer). Die Stipendiat*innen erhalten jeweils 4.000 Euro.


vergrößern v.l.n.r.: Fabian Bruns (SBK, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Brunhilde Frye-Grunwald (Stellvertretende Direktorin der SBK), die Stipendiat*innen Miriam Laage und One-Seok Choi, HBK-Präsidentin (m.d.W.d.G.b.) Prof. Dr. Dorothea Hilliger (nicht im Bild: Julia Sophia Lökenhoff); Foto: Gideon Hoja (für Berichterstattung freigegeben)


Im Anschluss an die Übergabe sagte die HBK-Präsidentin (m.d.W.d.G.b.) Prof. Dr. Dorothea Hilliger: „Allem voran danke ich der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Mit der Vergabe ihres Stipendiums an unsere Diplomand*innen der Freien Kunst unterstützt sie uns in unserem Vorhaben, diesen Studienabschluss stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken. Die Diplomandinnen und Diplomanden zeigen mit ihren Arbeiten eindrucksvoll auch die Leistungen der Kunsthochschule insgesamt. Dank für deren sorgfältige Präsentation und alles Gute für die Zukunft!“

Eine Jury hatte die drei Preisträger*innen aus insgesamt 24 Bewerbungen ausgewählt. Die Arbeiten sind wie alle 35 Diplom-Präsentationen im Rahmen des Rundgangs (rundgang.hbk-bs.de) noch bis zum kommenden Sonntag, den 14. Juli 2019, zu sehen.

Seit 1993 – damals noch als Braunschweigischer Kloster- und Studienfond – stellt die SBK jährlich 12.000 Euro zur Verfügung, um vielversprechende künstlerische Positionen der HBK Braunschweig zu unterstützen. In den vergangenen Jahren wurden Meisterschülerinnen und Meisterschüler ausgezeichnet.

 

Die Mitglieder der Jury:

  • Julia Steiner (HBK Braunschweig, Verwalterin der Professur, Fachklasse Zeichnen)
  • Julika Bosch (Kestnergesellschaft Hannover, kuratorische Assistentin)
  • Fabian Bruns (SBK, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Aus der Begründung der Jury

Zu One-Seok Choi:

Der Künstler erreicht mit seinem rustikalen Klangkonzept ein Reflexivwerden der visuellen Wahrnehmung: Kopfüber von der Decke baumelnd, offenbart seine Interpretation von „I did it my way“ und die materielle Gegenständlichkeit seiner performativen Selbstinstallation die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz.

Die Entscheidung der Jury beruhte zu Teilen auf seinem bisherigen Wirken, dessen immanente Präsenz seinesgleichen sucht. One Choi liefert mit seiner Arbeit einen Metakommentar zur Kultur, der in seiner Ereignishaftigkeit den Zeitgeist in bisher ungeahnter Weise durchbohrt und ein ästhetisches Phänomen getreu dem koreanischen Sprichwort 'kopfüber hängen ist besser als sterben' etabliert – Die Zukunft der Menschheit hängt am seidenen Faden!

 

Julia Sophia Lökenhoff: 'Sensual Companions'; Diplomarbeit, 2019. Foto: Gideon Hoja (für Berichterstattung freigegeben)
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Zu Julia Sophia Lökenhoff:

Die Künstlerin überzeugte die Jury mit der starken Präsenz ihrer Performance, (einer extrem verlangsamten Bewegung in einem Verhaltenskodex der Coolness) und einem 'Feuerbrunnen' - einer Skulptur, die im Sinne des Female Empowerment die Autonomie der Frau zelebriert und zugleich Fragen nach dessen Opfern offen lässt.

Die Entscheidung beruhte neben der Würdigung der Diplomarbeit auf einer ausgereiften Projektskizze zu einer Installation aus Vorhangzellen mit dem Titel 'transversal intimicy'. Der Entwurf ist unter anderem an das Ausstellungsdesign von Lily Reich im Cafe “Samt und Seide“ angelehnt, eine ambivalente Figur im Schatten des (weitaus bekannteren) Ehemannes Mies van der Rohe.

 

Miriam Laage: 'Antworten liegen mir fern'; Diplomarbeit, 2019. Foto: Gideon Hoja (für Berichterstattung freigegeben)
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Zu Miriam Laage:

Der Künstlerin gelingt es in ihrer Arbeit im und mit dem Raum mit unterschiedlichen Medien eine sensible und fragile Installation zu schaffen.

Diese prozessorientierte Arbeit in Form eines Künstlerbuchs weiterzuführen überzeugt die Jury. Bereits in früheren Projekten zeigt Miriam Laage, dass sie raumbezogene, vergängliche Arbeiten als eigenständiges Buchprojekt weiterdenken und nochmals neu erfahrbar machen kann.

 

Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien, Jesco Heyl, Brigitte Kosch am 02.10.2019