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Kunstraub in der HBK-Galerie?

08.12.2017

english version of this press release

Das Ausstellungsjahr 2018 in der Galerie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig beginnt am 16. Januar. Um 19 Uhr eröffnet die Präsidentin Vanessa Ohlraun die Ausstellung „The Crime of Art (Cadavre Exquis)“ des DAAD-Gastwissenschaftlers Kota Ezawa. Die Ausstellung des Multimedia-Künstlers und ehemaligen Meisterschülers Nam June Paiks ist bis zum 2. Februar 2018 geöffnet.

„Obwohl ich selbst ein Maler des digitalen Zeitalters bin, identifiziere ich mich eher mit einem Kunstdieb als mit einem klassischen Maler.“ So Kota Ezawa, Associate Professor für Medienkunst am California College of the Arts in San Francisco, über sich selbst. Auch in der HBK Galerie ist das Thema des Kunstraubes omnipräsent. Hier entwickelt Ezawa ein multimediales Ausstellungsdisplay, was nicht nur den Diebstahl selbst direkt abbildet, sondern ebenso Querverweise auf die (kunst)historische wie filmische Kriminalgeschichte anbietet.

Die 3-kanälige Video Installation “The Crime of Art” wird erstmals an der HBK gezeigt. Sie ist ein Zusammenschnitt von 5 Kunstraub-Kinofilmen ̶ The Thomas Crown Affair, Topkapi, Entrapment, How to Steal a Million und The Hot Rock ̶ in denen Kunstobjekte auf verschiedene Art und Weise geklaut werden. „Man könnte sagen, dass diese Arbeit als eine Art Selbstportrait fungiert, in der ich mich als digitaler Kleinkrimineller oute.“

In seinen Werken greift Ezawa auf bestehende Bildelemente, die in einem kollektiven kulturellen Gedächtnis verankert sind, zurück und transformiert sie mittels digitaler Bearbeitung in seine eigene, besondere Bildsprache. Diese ist geprägt durch absolute Reduktion von Linien, Farbflächen und Oberflächenstrukturen, was schlussendlich eine comicartige Quasi-Reproduktion des Originals hervorbringt. „Ich kopiere Bilder aus Kunstkatalogen, dem Fernsehen und dem Internet, verfremde sie und zeige sie dann in ihrer neuen Form.“ So auch im Leuchtkasten „Empty Frame“, der motivisch auf den legendären und noch ungeklärten Kunstraub 1990 im Isabella Stewart Gardner Art Museum hinweist und eigens für die Ausstellung in der Hochschulgalerie angefertigt wurde.

 

Kurzinformationen

Ausstellung: Kota Ezawa – The Crime of Art (Cadavre Exquis)
Ort: Galerie HBK Braunschweig
Zeitraum: 17. Januar – 2. Februar 2018
Eröffnung: Dienstag, 16.01., 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 13 - 18 Uhr
Eintritt: frei

Über den Künstler

Ezawas digitalen Zeichnungen, Videoanimationen und Installationen waren und sind auf Filmfestivals oder in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, u.a. im Museum of Modern Art New York, TATE London, Musée du Louvre Paris sowie im Metropolitan Museum of Art New York. Für sein Werk wurde Ezawa unter anderem mit dem SECA Art Award des San Francisco Museum of Modern Art (2006) sowie dem Eureka Fellowship der Fleishhacker Foundation (2010) ausgezeichnet.

Kota Ezawa (geboren 1969 in Köln) lebt und arbeitet als freier Künstler in Berlin und San Francisco und ist als Associate Professor für Medienkunst am California College of the Arts San Francisco (USA) tätig. Er studierte Freie Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und war 1995 Meisterschüler in der Klasse von Nam June Paik. Im Anschluss folgte ein Studium am San Francisco Art Institute (USA) sowie an der Stanford University (USA). An der HBK lehrt er im Wintersemester 2017/18 im Rahmen des DAAD-Programms ‚Förderung ausländischer Gastdozenten zu Lehrtätigkeiten an deutschen Hochschulen’.

 

Freigegebene Pressebilder


vergrößern Crime Scene, transparency in light box, 40 x 57 inches, 2015


Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien, Jesco Heyl am 14.12.2017